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Das im Mittelwesten gelegene Mato Grosso ist mit gut 900.000 qkm Fläche und knapp 3 Mio. Einwohnern auch nach der Abtrennung von Mato Grosso do Sul der drittgrößte Bundesstaat. In seiner Hauptstadt Cuiabá (500.000 Einwohner) stehen die gotischen Gotteshäuser Nossa Senhora do Rosário und Capella Sao Benedito unter Denkmalschutz. Unbedingt einen Besuch wert ist auch die Fundacao Cultural de Mato Grosso, die Museen zu den Themen Anthropologie, Naturgeschichte und Volkskultur unter einem Dach vereinigt. Im Zentralplateau von Mato Grosso sind Anfang der 80er Jahre Felsunterkünfte gefunden worden, die tausende von Zeichnungen aufweisen, die eine Besiedlung vor 20.000 Jahren belegen und zu einem entsprechenden Forschungsprogramm geführt haben. Im Süden ist der Pantanal gelegen, eine Tiefebene von 230.000 qkm Fläche, die jedes Jahr in der Regenzeit (Nov-Mrz) überschwemmt wird. Der Nationalpark Pantanal Matogrossense (1.350 qkm) gehört zum Weltnaturerbe. Hier finden sich mehr Vogelarten als in ganz Europa, über 120 Säugetierarten (darunter Raubtiere und ihre Beutetiere), Reptilien, Amphibien und gut 2.000 Pflanzenarten. Die besondere Schönheit des Nationalparks Chapada dos Guimaraes liegt in der Vielzahl seiner Wasserfälle. Der bekannteste ist der Veu das Novias mit knapp 100 m Höhe.
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